Neue OSKAR-Botschafterin Silke Bodenbender setzt sich für schwerstkranke Kinder ein

Neue OSKAR-Botschafterin Silke Bodenbender setzt sich für schwerstkranke Kinder ein

OSKAR, das neue Sorgen- und Infotelefon für schwerstkranke Kinder mit begrenzter Lebenserwartung und ihre Angehörigen, bekommt prominente Unterstützung : Die Film- und Theaterschauspielerin Silke Bodenbender engagiert sich ab sofort als neue Botschafterin für die Hotline des Bundesverbands Kinderhospiz, die am 19. Juni 2015 ihren Dienst aufnehmen wird.

«OSKAR ist ein tolles Projekt: eine zentrale Anlaufstelle, an die sich Betroffene rund um die Uhr mit all ihren Fragen und Sorgen wenden können – ein solches Angebot fehlt hierzulande bisher völlig ! OSKAR muss sich daher als neuer Leitstern zu einer festen Größe entwickeln; das liegt mir sehr am Herzen», sagt Bodenbender, selbst Mutter zweier Kinder. «Ich möchte mit meinem Engagement dazu beitragen, das Angebot bekannter zu machen – und auch, es auf eine sichere Finanzbasis zu stellen. »
Tatsächlich muss das Info- und Sorgentelefon vollständig aus Spenden finanziert werden. Herzstück der Hotline ist eine Datenbank mit Namen und Adressen von Experten in ganz Deutschland – von stationären und ambulanten Kinderhospizen genauso wie von spezialisierten Ärzten, Psychologen und Trauerbegleitern. An diese Fachleute vermitteln die OSKAR-Berater die Ratsuchenden bei Bedarf weiter. Silke Bodenbender: «Ich wünsche mir, dass sich genügend großherzige und großzügige Menschen finden, die einen Beitrag dazu leisten, dass OSKAR betroffene Familien auch mittel- und langfristig unterstützen kann. Man muss ja keine Unsummen spenden – auch viele kleine Beträge sind eine große Hilfe!»
«Wir verwenden die Spendengelder etwa, um die ehrenamtlichen OSKAR-Beraterinnen und Berater zu schulen», erläutert Sabine Kraft, Geschäftsführerin des Bundesverbands Kinderhospiz. «Außerdem fließt das Geld beispielsweise in Handys, Headsets und Laptops sowie in die Telefongebühren, die bei einem Angebot wie OSKAR natürlich auch bezahlt werden müssen.»

Silke Bodenbender, die sich als Charakterdarstellerin für schwierige Rollen etabliert hat und für ihre darstellerischen Leistungen bereits mehrfach mit Preisen ausgezeichnet wurde, hat sich schon früh mit der Hospizarbeit befasst: Ihr Vater, damals Staatssekretär im nordrhein-westfälischen Gesundheitsministerium, habe sich bereits vor über 20 Jahren für eine angemessene Versorgung schwerst kranker Patienten in der Sterbephase stark gemacht, sagt die in Bonn geborene Schauspielerin. « Da habe ich mitbekommen, wie segensreich es ist, in einem stationären Hospiz unterkommen zu können. Das gilt nicht nur für Erwachsene, sondern aus meiner Sicht erst recht für unheilbar kranke Kinder. Und noch immer gibt es für sie in Deutschland zu wenige solcher Angebote.»

Nach aktuellen Schätzungen sind derzeit rund 40 000 Kinder und Jugendliche in Deutschland so schwer krank, dass sie wohl nicht erwachsen werden. Rund 5000 von ihnen sterben jedes Jahr. Für jede Familie bedeutet die Diagnose einer schweren Krankheit, die die Lebenszeit ihres Kindes begrenzt, einen schweren Schock – und anschließend ein Leben im permanenten Ausnahmezustand: Jetzt ist nichts mehr wie es einmal war – und wie viel Zukunft ihrem Kind bleibt, kann den Familien oft niemand sagen.
„Wir wollen erreichen, dass möglichst bald jeder deutsche Kinderarzt weiß, was OSKAR ist – damit er betroffene Familien an uns verweisen kann. Heute ist es oft so, dass Eltern lebensverkürzend erkrankter Kinder nach der Diagnose erstmal ins Nichts stürzen und viel zu viel Zeit verstreicht, bis sie kompetente Ansprechpartner gefunden haben, die sie begleiten“, erläutert Sabine Kraft. Genau das soll mit OSKAR künftig nicht mehr passieren: Vom 19. Juni 2015 an ist das Sorgen- und Infotelefon unter 0800 8888 4711 erreichbar – zu jeder Tages- und Nachtzeit und für die Ratsuchenden völlig kostenlos.

www.oskar-sorgentelefon.de

OSKAR-Spendenkonto:
IBAN DE39 6805 1004 0004 7744 44
BIC SOLADES1HSW

Zum Hintergrund

Der Bundesverband Kinderhospiz e.V. ist die Dachorganisation zahlreicher stationärer und ambulanter Kinderhospizeinrichtungen in Deutschland. Eines seiner Hauptanliegen ist es, die Öffentlichkeit für die Situation von Familien mit lebensverkürzend erkrankten Kindern zu sensibilisieren und die Betroffenen so aus dem sozialen Abseits zu holen, in das sie nach der Diagnose häufig gedrängt werden. Auf politischer Ebene macht sich der Verband für verbesserte Rahmenbedingung der Kinderhospizarbeit – etwa eine bessere Finanzierung der umfangreichen Betreuung und Begleitung betroffener Familien – stark.

© Bild: Stefan Klueter

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iNSIDE ulm - Das Lifestylemagazin beschäftigt sich vorrangig mit aktuellen Themen aus den Bereichen Lifestyle, Party, Events, Konzerte, Festivals und natürlich dem kompletten Spektrum der regionalen Szene. iNSIDE ulm erschien erstmalig im Juni 2003 als Inside - Das Clubmagazin im A4 Format. Nach kurzer Pause wurde nun das Subculture Magazin für Ulm eingestellt und es erscheint das "neue" iNSIDE ulm Lifestyle Magazin im handlichen A6 Format. Wir hoffen es gefällt Euch und freuen uns immer über Verbesserungsvorschläge.

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